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WordPress-Website erstellen lassen? Warum ich das nicht anbiete und was Sie stattdessen bekommen

Fast jedes Angebot für eine Handwerker-Website lautet auf WordPress. Ich baue ohne. Was Sie damit kaufen, welche Pflichten danach bleiben und warum eine feste Seite für Betriebe die bessere Wahl ist.

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Titelgrafik zum Ratgeber „WordPress-Website erstellen lassen" von ASR Webdesign.

WordPress-Website erstellen lassen: Was kaufen Sie da eigentlich?

Wer eine WordPress-Website erstellen lassen will, kauft drei Dinge: ein Design, das auf ein Grundsystem gesetzt wird, eine Reihe von Erweiterungen, die Funktionen nachrüsten, und eine Pflegepflicht, die nach der Übergabe bei Ihrem Betrieb liegt. Das Grundsystem selbst kostet nichts. Der Preis entsteht durch Gestaltung, Texte, Einrichtung und durch das, was Sie in den folgenden Jahren an Wartung bezahlen. Ich baue Websites für Handwerksbetriebe seit Jahren ohne WordPress, und in diesem Beitrag erkläre ich, warum.

Dieser Beitrag behandelt die Beauftragung einer WordPress-Seite konkret: was im Angebot stehen muss, welche laufenden Pflichten bleiben und warum eine feste, wartungsarme Seite für einen Betrieb die bessere Wahl ist. Was eine Website unabhängig von der Technik kostet, steht im Beitrag Website erstellen: Kosten für Ihren Handwerksbetrieb. Ob ein Baukasten für Ihren Betrieb reicht, klärt der Website-Baukasten-Vergleich. Und wie Sie einen Anbieter prüfen, egal mit welcher Technik er arbeitet, steht in der Prüfliste Webdesigner finden.

Warum steht in fast jedem Angebot WordPress?

WordPress ist ein sogenanntes Content-Management-System: eine Software, die auf einem Webserver läuft und mit der sich Texte und Bilder einer Website ohne Programmierkenntnisse ändern lassen. Das System ist kostenlos, seit über zwanzig Jahren auf dem Markt und wird von einem großen Teil aller Websites weltweit genutzt. Entsprechend viele Agenturen und Freiberufler arbeiten damit, und zwar nicht, weil es für Ihren Betrieb die beste Lösung wäre, sondern weil es für den Anbieter die schnellste ist: Theme kaufen, Page-Builder installieren, Plugins stapeln, fertig.

Für Sie als Auftraggeber hat das eine unangenehme Folge. Weil das Grundsystem für alle gleich ist, unterscheiden sich Angebote vor allem in dem, was darauf gesetzt wird. Zwei Angebote für eine WordPress-Website können 1.500 € auseinanderliegen und trotzdem dieselbe Software beschreiben. Ein Angebot, das nur „WordPress-Website, 5 Seiten, responsive" sagt, sagt deshalb fast nichts. Die Fragen, die den Preis erklären, kommen im nächsten Abschnitt.

Was muss im Angebot stehen, wenn Sie es trotzdem tun?

Wer eine WordPress-Website erstellen lassen will, sollte sechs Punkte im Angebot finden. Sie entscheiden, ob Sie eine brauchbare Seite bekommen oder eine, die nach der Übergabe Arbeit macht. Fragen Sie bei jedem Angebot nach, das sie nicht ausdrücklich nennt.

Theme: gekauft oder gebaut? Das Theme ist die Design-Vorlage. Viele Anbieter kaufen ein fertiges Theme für wenige Dutzend Euro und passen Farben und Logo an. Das sollte im Angebot stehen, weil ein Kauf-Theme meist mehr Funktionen mitbringt, als Ihr Betrieb braucht, und jede dieser Funktionen mitgepflegt werden muss.

Page-Builder: ja oder nein? Page-Builder wie Elementor oder WPBakery sind Erweiterungen, mit denen sich Seiten per Drag-and-drop zusammensetzen lassen. Sie machen die Erstellung schneller und die Seite schwerer. Für einen Handwerksbetrieb mit sechs Unterseiten sind sie nicht nötig, aber sehr verbreitet, weil sie dem Anbieter Zeit sparen.

Welche Plugins, und wozu? Plugins sind Erweiterungen für Kontaktformular, Cookie-Banner, Suchmaschinen-Einstellungen, Sicherheit und vieles mehr. Jedes einzelne ist ein Stück fremder Software auf Ihrem Server, das Updates braucht. Lassen Sie sich die Liste geben. Mehr als zehn Plugins für eine einfache Betriebs-Website sind ein Hinweis darauf, dass der Anbieter Standardlösungen stapelt, statt zu entscheiden.

Texte: wer schreibt sie? Die häufigste Verzögerung bei Website-Projekten sind fehlende Texte. Steht im Angebot „Texte werden vom Kunden geliefert", planen Sie diese Arbeit ein oder fragen Sie, was das Schreiben zusätzlich kostet.

Hosting und Domain: wem gehört was? Die Seite muss auf einem Server liegen. Klären Sie, auf wessen Namen Domain und Hosting laufen. Beides sollte Ihrem Betrieb gehören, nicht dem Dienstleister.

Übergabe: Zugänge und Dokumentation. Nach der Fertigstellung brauchen Sie den Administrator-Zugang, die Zugangsdaten zum Hosting und eine kurze Anleitung. Ohne diese Übergabe hängen Sie bei jeder Kleinigkeit am Anbieter.

Was kostet es, eine WordPress-Website erstellen zu lassen?

Eine verlässliche Zahl gibt es nicht, weil das Grundsystem kostenlos ist und der Preis vollständig von der Arbeit darauf abhängt. Die Spanne reicht von wenigen hundert Euro für ein angepasstes Kauf-Theme ohne eigene Texte bis in den fünfstelligen Bereich für eine Seite mit Sonderfunktionen. Wie Anbieter grundsätzlich kalkulieren, erklärt der Beitrag Webdesign-Preise.

Wichtiger als der Betrag ist die Preisform. Drei Modelle sind üblich:

  • Stundensatz. Sie zahlen die tatsächlich geleisteten Stunden. Sie kennen den Endpreis erst am Ende.
  • Festpreis. Der Preis steht vor Projektstart fest, der Umfang auch. Zum Vergleich: ASR Webdesign arbeitet nach diesem Modell mit drei Paketen zwischen 1.490 und 3.990 € netto, die auf der Preisseite vollständig beschrieben sind.
  • Monatliche Miete. Sie zahlen einen niedrigen Einstieg und dann jeden Monat einen Betrag, der Erstellung, Hosting und Pflege bündelt. Rechnen Sie den Betrag über fünf Jahre hoch und prüfen Sie, ob die Seite am Ende Ihnen gehört.

Egal welches Modell: Verlangen Sie eine Aufstellung, was nach der Übergabe monatlich oder jährlich anfällt. Genau dieser Posten wird bei WordPress am häufigsten unterschlagen, und genau er ist der Grund, warum ich das System nicht einsetze.

Welche Pflichten bleiben nach der Übergabe?

Hier unterscheidet sich WordPress am deutlichsten von einer fest programmierten Seite. Das System, das Theme und jedes Plugin bekommen regelmäßig Updates. Einige schließen Sicherheitslücken, andere ändern Funktionen. Werden sie nicht eingespielt, veraltet die Seite technisch, und irgendwann läuft ein Update nicht mehr sauber durch, weil zu viele Versionen dazwischenliegen. Wird es eingespielt, kann es die Seite ebenfalls lahmlegen, weil ein Plugin mit der neuen Version nicht mehr zusammenarbeitet. Beides habe ich bei Betrieben gesehen, die zu mir kamen.

Mittelstand-Digital, das Netzwerk des Bundeswirtschaftsministeriums für kleine und mittlere Unternehmen, beschreibt in seinem Dossier zur IT-Sicherheit den Grundsatz, dass alle Systeme geschützt werden müssen, mit denen Informationen verarbeitet werden, ausdrücklich auch Anwendungen und Server. Ihre Website ist so eine Anwendung. Sie ist über Nacht erreichbar, hat ein Kontaktformular mit Kundendaten und läuft auf einer Software, deren Schwachstellen öffentlich dokumentiert werden, sobald sie bekannt sind. Je mehr Plugins, desto mehr solcher Stellen.

Konkret bleiben nach der Übergabe vier Aufgaben:

  1. Updates einspielen. WordPress-Kern, Theme und Plugins, in der Praxis mehrmals im Monat. Vorher ein Backup, nachher ein Blick, ob alles noch funktioniert.
  2. Backups anlegen und prüfen. Ein Backup, das nie testweise zurückgespielt wurde, ist eine Hoffnung, keine Sicherung.
  3. Zugänge pflegen. Starke Passwörter, keine geteilten Konten, ehemalige Mitarbeiter und Dienstleister entfernen.
  4. Plugins ausmisten. Was nicht mehr gebraucht wird, fliegt raus. Jedes inaktive Plugin ist trotzdem Code auf dem Server.

Diese Arbeit können Sie selbst machen, wenn jemand im Betrieb Zeit und Interesse hat. Die meisten Betriebe geben sie an den Anbieter, der die Seite gebaut hat, oder an einen Wartungsdienst, und zahlen dafür jeden Monat. Was so ein Vertrag enthalten muss und was er kosten darf, steht im Beitrag Website-Wartung. Der Punkt ist: Bei WordPress ist diese Wartung nicht optional, sie fehlt im Angebot aber fast immer.

Warum ich Handwerker-Websites ohne WordPress baue

Für einen Handwerksbetrieb sieht der Alltag so aus: Die Website wird einmal gebaut, danach ändern sich Öffnungszeiten, ein Mitarbeiterfoto, alle paar Monate ein Referenzprojekt. Niemand im Betrieb loggt sich wöchentlich ein, um Texte zu redigieren. Ein Redaktionssystem, das dafür monatliche Pflege verlangt, löst ein Problem, das der Betrieb nicht hat, und schafft eines, das er vorher nicht hatte.

Deshalb baue ich fest programmierte Seiten. Das heißt konkret:

  • Nichts zu aktualisieren. Es gibt keinen Kern, kein Theme, keine Plugins, die Updates brauchen. Die Angriffsfläche ist entsprechend klein, und Wartung ist bei mir eine Option, keine Pflicht.
  • Schneller. Ohne Datenbank und Page-Builder lädt die Seite auf dem Handy spürbar zügiger. Google bewertet die mobile Ladezeit, Ihre Kunden bemerken sie.
  • Kaum laufende Kosten. Hosting für eine feste Seite ist günstig, und es gibt keine monatliche Pauschale dafür, dass jemand Updates einspielt.
  • Änderungen laufen über mich. Neue Referenz, neue Öffnungszeiten, neuer Mitarbeiter: Sie schicken mir Text und Foto, ich baue es ein. Auf Wunsch im Rahmen der optionalen Wartung ab 49 €/Monat, monatlich kündbar, sonst einzeln nach Aufwand, den ich Ihnen vorher nenne.

Der Nachteil ist ebenso klar, und ich verschweige ihn nicht: Sie können nicht selbst um Mitternacht einen Blogartikel veröffentlichen. Für einen Betrieb, der einmal im Quartal ein Referenzprojekt nachträgt, ist das kein Nachteil, sondern Ruhe.

Eine Faustregel aus meiner Praxis: Zählen Sie, wie oft Sie sich in den letzten zwölf Monaten auf Ihrer bisherigen Seite eingeloggt haben. Bei den meisten Betrieben, die zu mir kommen, ist die Antwort „nie" oder „einmal, als das Update alles kaputt gemacht hat". Wer so arbeitet, braucht kein Redaktionssystem. Er braucht eine Seite, die Anfragen bringt und Ruhe gibt.

Wann ist WordPress trotzdem vertretbar?

Es gibt Fälle, in denen ein Redaktionssystem seinen Preis wert ist: ein Betrieb, der jede Woche selbst Beiträge veröffentlicht, ein Online-Shop mit hunderten Artikeln, eine Seite mit Kundenbereich, die täglich von mehreren Leuten gepflegt wird. Trifft das auf Ihren Betrieb zu, und hat jemand die Wartung fest im Kalender, dann kann eine WordPress-Website erstellen lassen sinnvoll sein. Das biete ich nicht an, und ich sage Ihnen das im Erstgespräch offen, statt es Ihnen trotzdem zu verkaufen.

Für den Handwerksbetrieb mit fünf bis zwanzig Leuten, der gefunden werden und Anfragen bekommen will, trifft es nicht zu. Dort kaufen Sie mit WordPress eine Pflegepflicht für eine Flexibilität, die Sie nicht nutzen.

Was tun Sie mit einer bestehenden WordPress-Seite?

Viele Betriebe haben bereits eine WordPress-Seite, die vor Jahren gebaut wurde und seitdem niemand angefasst hat. Bevor Sie erneut eine WordPress-Website erstellen lassen, lohnt ein ehrlicher Blick auf die alte. Der kostenlose Website-Check prüft in zwei Minuten Ladezeit auf dem Handy, Auffindbarkeit bei Google und die Pflichtseiten Impressum und Datenschutz. Das Ergebnis zeigt, ob die Seite nur ungepflegt ist oder grundsätzlich nicht mehr taugt.

Ist die Seite technisch veraltet, aber die Inhalte stimmen, kann ein Wartungsdienst sie in wenigen Stunden auf den aktuellen Stand bringen. Sind Design, Texte und Struktur das Problem, hilft kein Update, sondern eine neue Seite, und dann ohne die Pflegepflicht. ASR Webdesign — Nikola aus Wuppertal, Websites für Handwerksbetriebe zum Festpreis von 1.490 bis 3.990 € netto, 14 Tage bis online — baut genau das: fest programmiert, schnell, ohne Plugins, die Sie in zwei Jahren einholen.

Häufige Fragen

Baut ASR Webdesign mit WordPress?

Nein. Alle Websites von ASR sind fest programmiert, ohne Content-Management-System, ohne Theme und ohne Plugins. Änderungen an Inhalten übernehme ich für Sie. Wer ein Redaktionssystem für tägliche Pflege braucht, ist bei mir nicht richtig, und das sage ich vor dem Angebot.

Was kostet es, eine WordPress-Website erstellen zu lassen?

Das Grundsystem ist kostenlos, der Preis entsteht durch Design, Texte, Einrichtung und Wartung. Die Spanne reicht von wenigen hundert Euro für ein angepasstes Kauf-Theme bis in den fünfstelligen Bereich für Seiten mit Sonderfunktionen. Vergleichen Sie Angebote nicht nach dem Betrag, sondern nach dem, was enthalten ist und was nach der Übergabe jährlich anfällt.

Ist WordPress sicher?

Das System selbst wird gepflegt. Unsicher wird eine WordPress-Seite durch veraltete Plugins, schwache Passwörter und ausgebliebene Updates, und genau das ist bei Betriebs-Websites der Normalfall, weil niemand die Pflege im Kalender hat. Eine fest programmierte Seite ohne Plugins hat diese Angriffsfläche nicht.

WordPress oder Baukasten: Was ist für einen Handwerksbetrieb besser?

Ein Baukasten wie Wix oder Jimdo nimmt Ihnen die Wartung ab, dafür gehört Ihnen die Seite nicht und ein Umzug ist schwierig. WordPress gehört Ihnen, verlangt aber dauerhaft Pflege. Eine fest programmierte Seite verbindet beides: Sie gehört Ihnen und braucht keine Updates, Änderungen laufen dafür über den Anbieter.

Was passiert mit meiner WordPress-Website, wenn die Agentur nicht mehr erreichbar ist?

Wenn Domain, Hosting und Administrator-Zugang auf Ihren Betrieb laufen, wechseln Sie den Dienstleister und die Seite läuft weiter. Genau deshalb gehören diese drei Punkte in jedes Angebot. Fehlen sie, kann die Seite mit der Agentur verschwinden.

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