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Google-Unternehmensprofil erstellen: Anleitung für Handwerker

Google-Unternehmensprofil erstellen, verifizieren und richtig ausfüllen: Schritt-für-Schritt-Anleitung für Handwerksbetriebe — inklusive der Angaben, die über Ihre Sichtbarkeit entscheiden.

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Google-Unternehmensprofil erstellen: Anleitung für Handwerker

Wie erstelle ich ein Google-Unternehmensprofil?

Ein Google-Unternehmensprofil erstellen Sie kostenlos über google.com/business. Sie brauchen dafür einen Google-Account, den Namen Ihres Betriebs, Ihre Adresse oder Ihr Einsatzgebiet und etwa 30 Minuten Zeit. Danach folgt die Verifizierung — per Postkarte, Telefon oder Video. Erst wenn die abgeschlossen ist, erscheint Ihr Betrieb in Google Maps und in der lokalen Suche.

Das ist der einfache Teil. Ob Sie es „Firma bei Google eintragen", Google-Maps-Eintrag oder Unternehmensprofil nennen — gemeint ist immer derselbe kostenlose Firmeneintrag, der Ihren Betrieb auf die Karte bringt. Der Unterschied zwischen einem Profil, das existiert, und einem, das Anrufe bringt, liegt in vier oder fünf Angaben, die die meisten Betriebe leer lassen.

Warum das Profil für einen Handwerksbetrieb wichtiger ist als die Website

Wenn jemand „Dachdecker in der Nähe" sucht, sieht er zuerst eine Karte mit drei Betrieben. Darunter kommen die normalen Suchergebnisse. Diese drei Plätze auf der Karte sind für einen Handwerksbetrieb der wertvollste Platz im Internet — und man kommt dort nur mit einem Google-Unternehmensprofil hin, nicht mit einer Website. Nach welchen Regeln Google diese drei Plätze vergibt, steht in Google-Maps-Ranking verbessern.

Der Vergleich mit Ihrem Gewerk: Die Website ist Ihr Schaufenster. Das Google-Profil ist das Schild an der Straße. Ohne Schild findet niemand das Schaufenster.

Dazu kommt: Viele Interessenten rufen direkt aus dem Profil an, ohne die Website je zu öffnen. Sie sehen Sterne, Öffnungszeiten, eine Telefonnummer — und tippen drauf. Ein Profil ohne Telefonnummer verschenkt genau diesen Anruf.

Bevor Sie starten: diese Angaben bereitlegen

Wer ein Google Unternehmensprofil erstellen will, kommt schneller durch, wenn vorher alles auf dem Tisch liegt. Vier Dinge brauchen Sie:

  • Genauer Betriebsname, exakt so geschrieben wie im Impressum und auf dem Fahrzeug. Keine Zusätze wie „Dachdecker Wuppertal — schnell & günstig". Google verlangt den echten Namen, und Werbezusätze führen zu Sperrungen.
  • Adresse des Betriebssitzes, auch wenn Sie sie später ausblenden.
  • Telefonnummer, unter der wirklich jemand abnimmt. Eine Weiterleitung auf eine Mobilnummer ist völlig in Ordnung.
  • Website-Adresse, falls vorhanden.

Legen Sie außerdem fest, wer im Betrieb das Profil dauerhaft betreut. Ein Google-Unternehmensprofil erstellen ist die Arbeit eines Nachmittags — es aktuell zu halten ist eine Daueraufgabe, und die bleibt liegen, wenn sie niemandem gehört.

Google-Unternehmensprofil erstellen — Schritt für Schritt

1. Anmelden und Betrieb suchen

Gehen Sie auf google.com/business und melden Sie sich mit einem Google-Account an. Nutzen Sie einen Konto, auf das Sie langfristig Zugriff haben — nicht die private Adresse eines Mitarbeiters, der in zwei Jahren woanders arbeitet.

Suchen Sie zuerst nach Ihrem Betriebsnamen. In vielen Fällen existiert bereits ein Eintrag, den Google automatisch aus öffentlichen Daten erzeugt hat. Dann übernehmen Sie ihn statt einen zweiten anzulegen — wie die Übernahme und spätere Korrekturen funktionieren, steht in Google-Eintrag ändern. Zwei Profile für denselben Betrieb schaden — Google verteilt die Bewertungen und die Sichtbarkeit auf beide.

2. Kategorie wählen

Die Hauptkategorie ist die wichtigste einzelne Angabe im ganzen Profil. Sie entscheidet, bei welchen Suchanfragen Sie überhaupt in Frage kommen.

Wählen Sie sie so genau wie möglich: „Dachdecker" statt „Bauunternehmen", „Sanitärinstallateur" statt „Handwerker". Weitere Kategorien können Sie zusätzlich angeben — die Hauptkategorie sollte aber genau das sein, wofür Sie gefunden werden wollen.

3. Adresse oder Einsatzgebiet festlegen

Hier trennen sich zwei Fälle:

  • Kunden kommen zu Ihnen (Ausstellung, Werkstatt, Ladengeschäft): Adresse angeben, sie wird öffentlich angezeigt.
  • Sie fahren zu den Kunden (der Normalfall im Handwerk): Adresse eintragen, aber ausblenden, und stattdessen ein Einsatzgebiet festlegen.

Beim Einsatzgebiet machen viele denselben Fehler: Sie geben halb Nordrhein-Westfalen an, um mehr Kunden zu erreichen. Das Gegenteil passiert. Ein realistisches Gebiet um Ihren Standort wirkt glaubwürdiger und funktioniert in der lokalen Suche besser als ein Radius, in dem Sie ohnehin nicht arbeiten würden.

4. Telefonnummer und Website eintragen

Beides eintragen. Immer. Die Telefonnummer ist der direkte Weg zum Auftrag, und der Website-Link verbindet Ihr Profil mit Ihrer Seite — Google versteht dadurch, dass beides zum selben Betrieb gehört.

Erfahrungsgemäß fehlt der Website-Link bei einem erheblichen Teil der Handwerker-Profile. Das ist eines der Dinge, die man in drei Minuten nachträgt und die trotzdem jahrelang offen bleiben.

5. Verifizieren

Google prüft, dass es Ihren Betrieb wirklich gibt. Je nach Fall per Postkarte an die Adresse, per Telefonanruf, per E-Mail oder per Video, in dem Sie Werkstatt, Fahrzeug oder Werkzeug zeigen.

Die Postkarte dauert in der Regel einige Tage. Bis die Verifizierung abgeschlossen ist, ist das Profil nicht öffentlich sichtbar. Planen Sie das ein, wenn Sie den Eintrag für eine Kampagne oder eine Saison brauchen.

Die Angaben, die über Ihre Sichtbarkeit entscheiden

Ein verifiziertes Profil ist die Grundlage. Der Unterschied entsteht danach.

Leistungen einzeln eintragen. Nicht nur „Dachdeckerarbeiten", sondern die einzelnen Positionen: Steildach, Flachdach, Dachfenster, Dachrinne, Sturmschaden, Dachwartung. Jede Leistung ist ein zusätzlicher Anlass, gefunden zu werden.

Öffnungszeiten korrekt und aktuell. Auch Feiertage und Betriebsferien. Ein Anruf ins Leere ist schlimmer als ein geschlossenes Geschäft, weil der Kunde danach den nächsten anruft.

Fotos, echte. Eigene Baustellen, eigene Fahrzeuge, eigenes Team. Stockfotos erkennt jeder, und sie erzeugen genau das Misstrauen, das Sie vermeiden wollen. Handyfotos bei Tageslicht sind völlig ausreichend. Ergänzen Sie regelmäßig neue — ein Profil, in dem sich nichts bewegt, wirkt wie ein Betrieb, in dem sich nichts bewegt.

Beschreibung ohne Floskeln. Sie haben ein paar Sätze. Nutzen Sie sie für Gewerk, Einsatzgebiet und Besonderheiten — nicht für „Qualität und Kundenzufriedenheit stehen bei uns im Mittelpunkt".

Frage-und-Antwort-Bereich. Dort können Fremde Fragen stellen, und Fremde können antworten. Stellen Sie die häufigsten Fragen selbst und beantworten Sie sie. Sonst tut es irgendwann jemand anderes.

Wie Sie aus diesen Angaben nach der Einrichtung eine monatliche Routine machen, steht im Anschlussartikel Google-Unternehmensprofil optimieren.

Was Sie nach vier Wochen prüfen sollten

Ein Google-Unternehmensprofil erstellen ist der Anfang. Nach etwa vier Wochen lohnt der erste ehrliche Blick auf die Zahlen, die Google Ihnen im Profil selbst zeigt.

Über welche Suchbegriffe kommen die Leute? Google listet die Suchanfragen auf, über die Ihr Profil gefunden wurde. Wenn dort nur Ihr Betriebsname steht, werden Sie bisher nur von Leuten gefunden, die Sie schon kennen. Tauchen Gewerk und Ort auf — „dachdecker wuppertal" —, funktioniert die lokale Sichtbarkeit.

Wie viele rufen an, wie viele klicken zur Website? Beide Zahlen stehen im Profil. Sie zeigen, welcher Weg bei Ihren Kunden funktioniert. Bei Handwerksbetrieben liegt der Anruf fast immer vorn — was ein Argument dafür ist, die Nummer überall gut sichtbar zu halten.

Wie viele Wegbeschreibungen werden abgerufen? Interessant, wenn Sie eine Ausstellung oder Werkstatt haben, zu der Kunden kommen.

Wenn nach vier Wochen praktisch nichts passiert, liegt es meist an einem von drei Punkten: Die Hauptkategorie passt nicht, das Einsatzgebiet ist unrealistisch groß, oder es fehlen Bewertungen, während die Betriebe in der Umgebung zwanzig oder dreißig haben.

Bewertungen: der Faktor, den Sie nicht kaufen können

Bewertungen wirken doppelt. Sie beeinflussen, ob Google Sie in den drei Kartenplätzen zeigt — und sie entscheiden, welchen der drei Betriebe der Kunde anruft.

Der einfachste Weg zu mehr Bewertungen ist der, den kaum ein Betrieb geht: fragen. Direkt nach der Abnahme, wenn der Kunde zufrieden vor dem fertigen Ergebnis steht. Nicht per Serienmail drei Wochen später. Google stellt für das Profil einen kurzen Bewertungslink bereit — den können Sie per WhatsApp schicken, während Sie noch auf dem Hof stehen. Den kompletten Ablauf dafür beschreibt Google Bewertungen bekommen.

Antworten Sie auf jede Bewertung, auch auf die schlechten. Eine sachliche Antwort auf eine 2-Sterne-Bewertung überzeugt mitlesende Interessenten oft mehr als zehn begeisterte Kommentare. Was Sie nicht tun sollten: Bewertungen kaufen. Google erkennt das, und der Schaden ist größer als der Nutzen.

Die häufigsten Fehler

  • Zwei Profile für einen Betrieb. Meist entstanden, weil jemand einen neuen Eintrag angelegt hat, statt den bestehenden zu übernehmen. Zusammenführen lassen — oder das Duplikat entfernen, wie in Google-Unternehmensprofil löschen beschrieben.
  • Kein Website-Link. Kostet Besucher und die Verbindung zwischen Profil und Seite.
  • Einsatzgebiet zu groß. Wirkt unglaubwürdig und hilft nicht.
  • Kategorie zu allgemein. „Bauunternehmen" statt des Gewerks kostet Sichtbarkeit bei genau den Suchen, die zählen.
  • Profil einmal angelegt und nie wieder angesehen. Öffnungszeiten von 2021, Fotos vom alten Fahrzeug, unbeantwortete Fragen.
  • Andere Adresse als auf der Website. Betriebsname, Adresse und Telefonnummer sollten überall identisch geschrieben sein — im Profil, auf der Website, im Impressum.

Wie wichtig eine einheitliche digitale Präsenz für kleine Betriebe geworden ist, zeigt unter anderem die Initiative Mittelstand-Digital des Bundeswirtschaftsministeriums.

Profil und Website gehören zusammen

Das Profil bringt Sie auf die Karte. Was danach passiert, entscheidet Ihre Website: Wer aus dem Profil auf eine Seite klickt, die auf dem Handy nicht funktioniert oder acht Sekunden lädt, ist wieder weg.

Beides greift ineinander. Welche Punkte auf der Website darüber entscheiden, ob aus dem Klick eine Anfrage wird, steht in Bei Google gefunden werden und in SEO für Handwerker.

Ob bei Ihnen beide Seiten sauber zusammenspielen, können Sie prüfen lassen: Der kostenlose Website-Check sucht Ihr Google-Unternehmensprofil, vergleicht es mit Ihrer Website und meldet unter anderem, wenn im Profil kein Website-Link hinterlegt ist oder Ihnen Bewertungen im Vergleich zur Umgebung fehlen. Dauert zwei Minuten und kostet nichts. Wenn danach nur drei Kleinigkeiten offen sind, erledigen Sie die selbst — dafür brauchen Sie mich nicht.

Wenn Sie darüber hinaus einen neuen Auftritt planen: Die Festpreis-Pakete liegen zwischen 1.490 € und 3.990 € netto.

Häufige Fragen

Was kostet ein Google-Unternehmensprofil?

Nichts — anlegen, verifizieren und pflegen sind vollständig kostenlos. Kostenpflichtig sind nur Google-Anzeigen, die davon unabhängig sind. Auch einen Dienstleister brauchen Sie für die Einrichtung nicht; Anrufe, die Geld für den „Google-Eintrag" verlangen, kommen nicht von Google.

Brauche ich eine Website für ein Google-Unternehmensprofil?

Nein, ein Profil funktioniert auch ohne Website. Sinnvoll ist die Kombination trotzdem: Das Profil zeigt Sie, die Website überzeugt. Ohne Website verlieren Sie alle Interessenten, die mehr sehen wollen als Sterne und Öffnungszeiten.

Wie lange dauert die Verifizierung?

Per Telefon oder Video oft innerhalb eines Tages, per Postkarte in der Regel einige Tage. Vorher ist das Profil nicht öffentlich sichtbar.

Was mache ich mit einer unberechtigten schlechten Bewertung?

Zuerst sachlich öffentlich antworten — das lesen künftige Kunden mit. Verstößt die Bewertung gegen Googles Richtlinien, etwa weil sie von jemandem stammt, der nie Kunde war, können Sie sie über das Profil melden — wann das Erfolg hat und wie Sie antworten, steht in Google-Bewertung melden. Ein Anspruch auf Löschung besteht nicht in jedem Fall.

Kann ich mein Einsatzgebiet nachträglich ändern?

Ja, jederzeit über die Profileinstellungen. Änderungen an zentralen Angaben werden teilweise erneut geprüft und sind nicht sofort sichtbar.

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