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MyHammer-Alternative: Aufträge ohne Portal — und welche Portale sich trotzdem lohnen

Wer eine MyHammer-Alternative sucht, will weg von Gebühr und Preisvergleich. Was andere Handwerkerportale anders machen, wo derselbe Haken steckt und welcher Weg ohne Portal Anfragen bringt.

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Titelgrafik zum Ratgeber „MyHammer-Alternative: Aufträge ohne Portal" von ASR Webdesign.

MyHammer-Alternative: Welche Wege bringen Aufträge ohne Portal?

Die beste MyHammer-Alternative ist kein anderes Portal, sondern ein eigener Zugang zu Kunden: ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, eigene Bewertungen und eine Website, die Anfragen annimmt. Andere Handwerkerportale wie Blauarbeit, Check24 oder Aroundhome arbeiten nach demselben Prinzip wie MyHammer: Sie zahlen für den Kontakt, der Kunde vergleicht, und die Kundenbindung bleibt beim Portal. Das Portal kann eine Ergänzung sein. Als einziger Kanal ist es teuer.

Dieser Beitrag bewertet die Portale aus Betriebssicht und zeigt die Alternative ohne Portal. Alle Kanäle für Aufträge, von der Empfehlung bis zur Ausschreibung, stehen im Beitrag Aufträge finden im Handwerk. Und der wiederholbare Prozess von der Sichtbarkeit bis zur Anfrage ist Thema im Beitrag Kundengewinnung im Handwerk.

Wie funktionieren Handwerkerportale — und wo steckt der Haken?

Alle Handwerkerportale lösen dasselbe Problem: Ein Kunde hat einen Auftrag und kennt keinen Betrieb. Das Portal sammelt seine Anfrage und gibt sie an Betriebe weiter, die dafür bezahlen. Wie bezahlt wird, unterscheidet sich, und genau das sollten Sie verstehen, bevor Sie nach einer MyHammer-Alternative suchen, die am Ende dasselbe Modell fährt.

Drei Gebührenmodelle sind verbreitet:

  • Kontaktgebühr. Sie zahlen, sobald Sie eine Anfrage öffnen oder ein Angebot abgeben, unabhängig davon, ob Sie den Auftrag bekommen.
  • Abo oder Mitgliedschaft. Sie zahlen einen festen Betrag pro Monat oder Jahr für Sichtbarkeit und Zugang zu Anfragen.
  • Provision. Sie zahlen einen Anteil vom Auftragswert, wenn der Auftrag zustande kommt.

Welches Portal welches Modell nutzt und was es kostet, steht in den jeweils aktuellen Konditionen. Diese Zahlen ändern sich, deshalb finden Sie hier keine. Rechnen Sie sie selbst durch, bevor Sie ein Konto anlegen: Kosten pro Anfrage geteilt durch Ihre Quote aus Anfrage zu Auftrag ergibt Ihre Kosten pro Auftrag. Bei einer Kontaktgebühr und einer Quote von eins zu fünf zahlen Sie fünf Anfragen für einen Auftrag.

Der Haken liegt nicht in der Gebühr allein. Er liegt in drei Mechaniken, die jedes Portal mitbringt:

  • Der Preisvergleich ist eingebaut. Der Kunde bekommt mehrere Angebote nebeneinander. Er vergleicht das, was er vergleichen kann, und das ist der Preis. Ihre Qualität sieht er erst auf der Baustelle.
  • Die Kundenbindung bleibt beim Portal. Der Kunde hat sich das Portal gemerkt, nicht Ihren Betrieb. Beim nächsten Auftrag geht er wieder dorthin. Die Bewertung, die er schreibt, stärkt Ihr Portalprofil, nicht Ihr Google-Profil.
  • Das Konto ist am Tag der Kündigung leer. Was Sie über Jahre an Bewertungen und Sichtbarkeit im Portal aufgebaut haben, nehmen Sie nicht mit.

Ein Portal ist wie ein gemieteter Marktstand: Solange Sie zahlen, laufen Kunden vorbei. Wenn Sie gehen, bleibt der Stand stehen, und ein anderer Betrieb stellt seine Ware hinein.

Welche MyHammer-Alternative gibt es unter den Portalen?

Die bekannten Namen unterscheiden sich weniger in der Mechanik als in der Herkunft der Anfragen und in der Art des Auftrags. Vier Typen, ohne Wertung:

Anfrageplattformen wie MyHammer oder Blauarbeit. Der Kunde beschreibt seinen Auftrag, mehrere Betriebe melden sich. Hier steckt der Preisvergleich am tiefsten im System, dafür ist die Bandbreite groß: vom Regal aufhängen bis zur Badsanierung.

Vergleichsportale wie Check24. Der Kunde kommt über den Preisvergleich aus anderen Bereichen und sucht auch den Handwerker so. Die Anfragen sind oft standardisiert, was für standardisierte Leistungen passt und für individuelle Projekte weniger.

Vermittler für größere Projekte wie Aroundhome. Hier geht es um Anschaffungen wie Heizung, Fenster, Treppenlift oder Solaranlage. Der Kunde bekommt eine kleine Auswahl an Betrieben zugeteilt. Die Auftragswerte sind höher, die Erwartung an schnelle Rückmeldung ebenfalls.

Branchenverzeichnisse mit Bewertungsfunktion. Sie vermitteln keine Aufträge, sondern zeigen Ihren Betrieb an. Ob sich ein Eintrag lohnt, hängt vom Verzeichnis ab. Diese Frage beantwortet der Beitrag Branchenbuch-Eintrag im Handwerk ausführlich.

Für alle vier gilt: Ein Wechsel von einem Portal zum nächsten löst das Grundproblem nicht. Wenn Sie nach einer MyHammer-Alternative suchen, weil Sie Gebühr, Preisdruck und Abhängigkeit leid sind, finden Sie diese drei Dinge im nächsten Portal wieder. Vielleicht in anderer Dosierung, aber nicht weniger.

Wann ist ein Handwerkerportal trotzdem die richtige Wahl?

Ein Portal ist der einzige Kanal, der ab dem ersten Tag Anfragen liefert. Deshalb wäre es unsinnig, es pauschal abzulehnen.

Ein Portal ergibt Sinn, wenn:

  • Ihr Betrieb neu ist und noch keine Bewertungen, keine Referenzen und keine Sichtbarkeit hat.
  • Sie eine Auslastungslücke in den nächsten vier Wochen schließen müssen.
  • Sie ein neues Gebiet oder eine neue Leistung testen wollen, bevor Sie dafür Sichtbarkeit aufbauen.
  • Sie die Kosten pro Auftrag kennen und sie in Ihrer Kalkulation tragen.

Ein Portal ergibt keinen Sinn, wenn:

  • Ihr Auftragsbuch ohnehin voll ist und Sie nur noch die Aufträge wollen, die zu Ihnen passen.
  • Ihre Leistung sich über Qualität und Beratung verkauft, nicht über den Preis.
  • Sie keine Zeit haben, innerhalb von Stunden auf Anfragen zu reagieren, denn genau das erwartet der Portalkunde.
  • Sie das Portal als Ersatz für die eigene Sichtbarkeit nutzen wollen, statt als Ergänzung.

Wenn Sie ein Portal nutzen: Machen Sie aus jedem vermittelten Kunden einen eigenen. Bitten Sie nach der Abnahme um eine Bewertung auf Ihrem Google-Profil, nicht nur im Portal. Geben Sie Ihre Visitenkarte mit Website und Telefonnummer mit. Der nächste Auftrag dieses Kunden soll direkt bei Ihnen landen.

Die MyHammer-Alternative, die kein Portal nennt: Ihre eigene Sichtbarkeit

Der Kunde, der bei MyHammer landet, hat vorher gegoogelt. Er hat „Dachdecker" und seinen Ort eingegeben, hat in der Kartenansicht keinen Betrieb gefunden, dem er vertraut, und ist dann auf einem Portal gelandet. Das ist die Lücke, in die Portale stoßen. Und es ist die Lücke, die Sie selbst schließen können.

Die Zahl der Betriebe, mit denen Sie um diesen Kunden konkurrieren, ist kleiner, als es scheint. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks zählt in seinen Kennzahlen des Handwerks 1.038.126 Betriebe in den Handwerksrollen und Verzeichnissen. Für Ihren Kunden zählen davon nur die wenigen in seinem Gewerk und seinem Umkreis. Wer von denen bei Google auftaucht und Vertrauen aufbaut, bekommt die Anfrage, bevor sie ein Portal erreicht.

Das Google-Unternehmensprofil: der Marktplatz, der nichts kostet

Das Unternehmensprofil bringt Ihren Betrieb in die Kartenansicht, also genau dorthin, wo lokale Suchen beginnen. Es kostet keine Gebühr, keine Provision und kein Abo. Was es kostet, ist ein Vormittag Pflege: richtige Kategorie, alle Leistungen, echte Fotos von Baustellen und Team, korrekte Öffnungszeiten und Einzugsgebiet. Warum ein Betrieb bei Google auftaucht oder nicht, erklärt der Beitrag Bei Google gefunden werden.

Bewertungen, die Ihnen gehören

Portale leben von Bewertungen, weil Bewertungen Vertrauen ersetzen, wo der Kunde den Betrieb nicht kennt. Dieselbe Wirkung haben Bewertungen auf Ihrem Google-Profil, mit einem Unterschied: Sie bleiben bei Ihnen. Zehn echte Bewertungen mit Fotos und Antworten des Inhabers sind für einen Kunden im Umkreis überzeugender als ein Portalprofil mit hundert Sternen von irgendwo. Wie Sie systematisch zu Bewertungen kommen, ohne zu betteln, steht im Beitrag Google-Bewertungen bekommen.

Die Website als Prüfstein

Auch der Portalkunde googelt Ihren Betriebsnamen, bevor er zusagt. Findet er nichts oder eine Seite aus dem Jahr 2012, wählt er den Betrieb mit dem besseren Auftritt, selbst wenn Ihr Angebot günstiger war. Eine Website mit echten Referenzen, klaren Leistungen und einer Telefonnummer, die auf dem Handy anklickbar ist, ist der Punkt, an dem aus Sichtbarkeit eine Anfrage wird. Sie brauchen dafür keine zwanzig Seiten. Sie brauchen die richtigen fünf.

Lokal gefunden werden, nicht nur in der Karte

Kartenansicht und Google-Profil sind der Anfang. Wer auch bei Suchen wie „Heizung tauschen Kosten" oder „Fenster erneuern" in seiner Region auftaucht, braucht eine Website, die diese Fragen beantwortet. Wie das System der lokalen Suche als Ganzes funktioniert und wie Sie es für ein Einzugsgebiet mit mehreren Orten nutzen, erklärt der Beitrag Lokales SEO für Handwerksbetriebe.

Vom Portal auf eigene Beine: ein Plan für sechs Monate

Sie müssen das Portal nicht von heute auf morgen kündigen. Der Weg funktioniert parallel:

  1. Monat 1: Google-Unternehmensprofil vollständig machen. Kategorie, Leistungen, Fotos, Einzugsgebiet. Jeden abgeschlossenen Auftrag, auch die aus dem Portal, für eine Bewertung auf Ihrem Profil nutzen.
  2. Monat 2: Website prüfen oder anlegen. Lädt sie auf dem Handy in unter drei Sekunden, ist die Telefonnummer anklickbar, gibt es echte Referenzen mit Fotos? Fehlt die Website ganz, ist jetzt der Zeitpunkt.
  3. Monat 3 und 4: Herkunft der Anfragen messen. Jeden Neukunden fragen, wie er auf den Betrieb gekommen ist. Eine Zeile pro Kunde reicht: Datum, Kanal, Auftrag ja oder nein.
  4. Monat 5 und 6: Portal-Budget anpassen. Wenn die Anfragen über Google und Website die Portalanfragen einholen, das Portal reduzieren oder auf Auslastungslücken beschränken.

Nach sechs Monaten wissen Sie, was das Portal Sie pro Auftrag kostet und was der eigene Kanal liefert. Die meisten Betriebe, die diesen Vergleich einmal sauber gemacht haben, behalten das Portal höchstens als Reserve.

Was kostet die MyHammer-Alternative ohne Portal?

Zeit statt Gebühr, im Wesentlichen. Das Unternehmensprofil ist kostenlos, Bewertungen entstehen im Tagesgeschäft, das Messen der Anfragen ist ein Zettel neben dem Telefon. Die einzige echte Investition ist die Website, und die zahlen Sie einmal statt pro Anfrage.

Wie Ihre aktuelle Seite dasteht, zeigt der kostenlose Website-Check: Er prüft in zwei Minuten Ladezeit auf dem Handy, Auffindbarkeit bei Google, Impressum und Kontaktwege und liefert eine Liste konkreter Punkte. Dahinter steht ASR Webdesign — Nikola aus Wuppertal, Websites für Handwerksbetriebe zum Festpreis von 1.490 bis 3.990 € netto, 14 Tage bis online. Der Preis steht vor Projektstart fest, es gibt keine Gebühr pro Anfrage.

Eine ehrliche Einschränkung gehört dazu: Der eigene Kanal braucht Anlauf. Ein gepflegtes Google-Profil zeigt Wirkung oft nach wenigen Wochen, eine neue Website nach drei bis sechs Monaten. Wer morgen Aufträge braucht, nimmt das Portal. Wer nächstes Jahr keine Gebühr mehr zahlen will, fängt heute mit dem eigenen Kanal an.

Häufige Fragen

Welche MyHammer-Alternative ist die beste für kleine Handwerksbetriebe?

Unter den Portalen gibt es keine, die das Grundproblem löst: Gebühr, Preisvergleich und Kundenbindung beim Portal gelten überall. Die wirksamste Alternative ist die eigene Sichtbarkeit über Google-Unternehmensprofil, Bewertungen und Website. Sie kostet Zeit statt Gebühr und gehört dauerhaft Ihrem Betrieb.

Lohnen sich Handwerkerportale überhaupt noch?

Als Ergänzung ja, als einziger Kanal selten. Ein Portal liefert ab dem ersten Tag Anfragen und hilft bei Neugründung, Auslastungslücken und beim Test neuer Gebiete. Rechnen Sie die Kosten pro Auftrag durch und prüfen Sie nach einigen Monaten, ob der eigene Kanal die Portalanfragen einholt.

Wie komme ich als Handwerker an Aufträge ohne Portal?

Über Empfehlungen, ein vollständiges Google-Unternehmensprofil, eigene Bewertungen und eine Website, die auf dem Handy funktioniert. Dazu kommt das Nachfassen bei Bestandskunden, das innerhalb von Tagen wirkt. Die Reihenfolge ist wichtig: erst gefunden werden, dann Vertrauen aufbauen, dann leicht anfragbar sein.

Kann ich Portal und eigene Sichtbarkeit gleichzeitig nutzen?

Ja, und das ist der übliche Weg. Nutzen Sie das Portal für die Lücken und bauen Sie parallel den eigenen Kanal auf. Bitten Sie jeden Portalkunden um eine Bewertung auf Ihrem Google-Profil und geben Sie ihm Ihre direkten Kontaktdaten mit. So wandert die Kundenbindung Schritt für Schritt vom Portal zu Ihrem Betrieb.

Wie lange dauert es, bis der eigene Kanal Anfragen bringt?

Rechnen Sie in Monaten. Ein vollständig gepflegtes Google-Unternehmensprofil wirkt oft nach wenigen Wochen, eine neue oder überarbeitete Website nach drei bis sechs Monaten. Bewertungen beschleunigen beides, weil sie Vertrauen aufbauen, bevor der Kunde anruft.

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