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Mobile Website: Warum Ihre Handwerker-Website zuerst auf dem Handy funktionieren muss

Ihre Kunden suchen den Handwerker vom Handy aus, und Google bewertet Ihre Website nach der mobilen Fassung. Die sieben Punkte, die auf dem Handy kaputtgehen, und was Sie dagegen tun.

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Titelgrafik zum Ratgeber „Mobile Website: Zuerst aufs Handy" von ASR Webdesign.

Was ist eine mobile Website, und warum entscheidet sie über Ihre Anfragen?

Eine mobile Website ist die Fassung Ihrer Internetseite, die auf dem Smartphone angezeigt wird: Text lesbar ohne Zoomen, Telefonnummer antippbar, Menü mit dem Daumen bedienbar. Seit der Mobile-First-Indexierung bewertet Google Ihre Website nach genau dieser Fassung. Wer Ihren Betrieb vom Handy aus nicht bedienen kann, ruft den nächsten an, und Google reiht Sie hinter dem Wettbewerber ein, dessen Seite auf dem Handy funktioniert.

Der Anlass für eine Suche nach einem Handwerker ist selten ein ruhiger Abend am Schreibtisch. Die Heizung fällt am Sonntag aus, das Dach tropft nach dem Gewitter, der Nachbar hat gerade einen Namen genannt. In all diesen Momenten hat der Kunde ein Handy in der Hand und keinen Rechner. Er öffnet die erste Seite, die ihm plausibel erscheint, und entscheidet innerhalb von Sekunden, ob er weiterliest oder zurückspringt.

Hier geht es um die Darstellung und Bedienung Ihrer Website auf dem Handy. Ob Ihre Seite schnell genug lädt, behandelt der Beitrag zur Ladezeit der Website. Ob Sie eine komplett neue Seite brauchen, klärt der Beitrag zum Website-Relaunch.

Warum bewertet Google Ihre Website nach der Handy-Fassung?

Google beschreibt es in seiner Dokumentation zur Mobile-First-Indexierung so: Für die Indexierung und das Ranking wird die mobile Version des Website-Inhalts verwendet, die mit dem Smartphone-Crawler abgerufen wurde. Google empfiehlt dafür ausdrücklich responsives Webdesign, also eine Seite, die denselben Inhalt liefert und ihn je nach Bildschirmgröße anders anordnet.

Für Ihren Betrieb heißt das: Wenn Ihre Seite auf dem Handy weniger Inhalt zeigt als am Rechner, zum Beispiel weil die Leistungsbeschreibung „aus Platzgründen" ausgeblendet wurde, dann fehlt dieser Inhalt auch im Google-Index. Google nennt in derselben Dokumentation die Konsequenz beim Namen: Wer die mobile Fassung absichtlich schlanker hält, muss mit einem Rückgang der Zugriffe rechnen.

Es gibt keine getrennte Wertung mehr, bei der die Desktop-Seite den Handy-Auftritt ausgleicht. Die mobile Website ist die Website, alles andere ist Beiwerk. Ein Betrieb, dessen Seite 2015 für den Bildschirm im Büro gebaut wurde und seitdem nur mitgeschleppt wird, konkurriert heute mit Seiten, die von vornherein für den Daumen gedacht sind.

Die sieben Punkte, die auf dem Handy kaputtgehen

Die meisten Probleme mit der mobilen Website sind nicht exotisch. Sie wiederholen sich von Betrieb zu Betrieb, weil die Seiten aus derselben Zeit und denselben Baukästen stammen. Gehen Sie die Liste mit dem eigenen Handy in der Hand durch.

1. Der Text ist zu klein und zwingt zum Zoomen

Wenn Sie zwei Finger brauchen, um den ersten Absatz zu lesen, ist die Seite nicht für das Handy gebaut, sondern nur darauf verkleinert. Google prüft genau das: Ist die Schrift auf dem Handy ohne Zoomen lesbar? Eine Grundschriftgröße von 16 Pixeln hat sich als Untergrenze bewährt. Alles darunter kostet Leser, besonders die, die schon über 45 sind und in Ihrer Kundschaft oft die Mehrheit stellen.

2. Telefonnummer und Adresse lassen sich nicht antippen

Der häufigste Fehler und der teuerste. Die Nummer steht als Text im Footer, der Kunde muss sie abtippen oder kopieren. Auf einer mobilen Website muss die Telefonnummer ein Link sein, der die Wahl startet, und die Adresse ein Link, der die Navigation öffnet. Das ist eine Zeile Code und entscheidet über die Anfrage im Notfall, in dem niemand Zahlen abschreibt.

3. Das Menü funktioniert nicht mit dem Daumen

Ausklappmenüs, die beim Überfahren mit der Maus aufgehen, haben auf dem Handy keine Maus. Sie gehen entweder gar nicht auf oder schließen sich beim Tippen sofort wieder. Ebenso häufig: Menüpunkte so dicht beieinander, dass der Daumen den falschen trifft. Links und Schaltflächen brauchen genug Fläche und Abstand, damit man sie mit dem Daumen sicher trifft.

4. Bilder sind zu groß oder brechen aus dem Layout aus

Ein Referenzfoto mit 4.000 Pixeln Breite, direkt von der Kamera hochgeladen, lädt auf dem Baustellen-Handy mit schlechtem Empfang nicht in zwei, sondern in zwanzig Sekunden. Oder das Bild hat eine feste Breite, die größer ist als der Bildschirm, und die ganze Seite lässt sich plötzlich seitlich verschieben. Beides sieht der Kunde als kaputte Seite.

5. Das Kontaktformular ist auf dem Handy nicht ausfüllbar

Zehn Pflichtfelder, ein Datumsfeld, das die Tastatur nicht richtig öffnet, ein Sicherheits-Captcha, das auf dem kleinen Bildschirm nicht bedienbar ist. Auf dem Handy gilt: Name, Telefonnummer, ein Freitextfeld, absenden. Alles, was mehr abfragt, wird auf dem Handy abgebrochen und nicht am Rechner nachgeholt.

6. Inhalte werden auf dem Handy ausgeblendet

Aus Platzgründen versteckt der Baukasten die Leistungsübersicht, die Öffnungszeiten oder die Kundenstimmen für kleine Bildschirme. Der Kunde sieht auf dem Handy nur ein Foto und eine Überschrift. Und wie oben beschrieben: Was auf dem Handy fehlt, fehlt für Google komplett.

7. Pop-ups und Banner verdecken den Inhalt

Ein Cookie-Banner, der den ganzen Bildschirm füllt, dahinter ein Newsletter-Fenster, darunter ein Chat-Symbol, das den Knopf „Anrufen" überdeckt. Auf einem großen Bildschirm stört das, auf einem kleinen blockiert es. Google wertet aufdringliche Zwischenseiten auf dem Handy seit Jahren ab.

So prüfen Sie Ihre mobile Website in fünf Minuten selbst

Sie brauchen keine Software, sondern Ihr Handy und ein wenig Abstand zur eigenen Seite. Am besten lassen Sie jemanden testen, der die Seite nicht kennt, etwa einen Kunden, der gerade im Büro sitzt.

  1. Rufen Sie Ihre Seite über die mobile Datenverbindung auf, nicht über das Büro-WLAN. Zählen Sie, bis der erste Inhalt steht.
  2. Lesen Sie den ersten Absatz, ohne zu zoomen. Geht das nicht, ist Punkt 1 erledigt.
  3. Tippen Sie auf die Telefonnummer. Startet die Wahl?
  4. Öffnen Sie das Menü und wechseln Sie auf die Leistungsseite. Mit dem Daumen, nicht mit dem Zeigefinger.
  5. Vergleichen Sie den Inhalt der Startseite am Rechner und auf dem Handy. Fehlt auf dem Handy etwas?
  6. Schicken Sie testweise eine Anfrage über das Formular. Wie viele Felder, wie viele Klicks?

Wer es genauer wissen will, gibt seine Adresse bei Googles kostenlosem Werkzeug PageSpeed Insights ein. Es ruft die Seite als Smartphone ab und listet auf, was auf dem Handy zu klein, zu eng oder zu langsam ist. Die Liste reicht, um sie Ihrem Anbieter zu geben.

Responsives Webdesign: Was es ist und was Sie nicht brauchen

Responsives Webdesign bedeutet, dass ein und dieselbe Seite sich an die Bildschirmbreite anpasst. Auf dem Rechner stehen drei Leistungen nebeneinander, auf dem Handy stehen sie untereinander. Das ist der Standard, den Google empfiehlt, und der Ansatz, den jede seriös gebaute Website heute verwendet.

Was Sie nicht brauchen: eine eigene „mobile Version" unter einer zweiten Adresse, eine App für Ihren Betrieb oder ein getrenntes Design für Tablets. Das waren Lösungen von 2012. Sie verdoppeln den Pflegeaufwand und sorgen dafür, dass Inhalte auseinanderlaufen. Eine Seite, ein Inhalt, angepasste Darstellung. Mehr Technik ist bei einem Handwerksbetrieb selten sinnvoll.

Was Sie ebenfalls nicht brauchen, ist eine perfekte Seite. Ein Dachdecker mit einer schlichten, aber sauber bedienbaren mobilen Website bekommt mehr Anfragen als der Wettbewerber mit einer aufwendigen Seite, deren Telefonnummer sich nicht antippen lässt. Wie die Seiten Ihrer Website überhaupt aufgebaut sein sollten, damit sie auf dem Handy in der richtigen Reihenfolge erscheinen, beschreibt der Beitrag zum Aufbau einer Handwerker-Website.

Website mobil optimieren oder neu bauen?

Die ehrliche Antwort hängt vom Alter und vom System Ihrer Seite ab. Drei Fälle kommen in der Praxis immer wieder vor.

Die Seite ist responsiv gebaut, hat aber einzelne Fehler. Telefonnummer nicht verlinkt, Bilder zu groß, ein Banner zu viel. Das lässt sich in wenigen Stunden beheben, oft ohne neuen Anbieter. Das ist der günstigste Fall und häufiger, als man denkt.

Die Seite ist ein Baukasten mit einem alten Design. Viele Baukästen haben ihre Vorlagen irgendwann auf responsives Verhalten umgestellt, alte Seiten laufen aber noch mit der alten Vorlage. Ein Wechsel der Vorlage innerhalb des Baukastens ist möglich, bedeutet aber meist, dass Sie alle Inhalte neu einsetzen. Dann lohnt der Vergleich, ob ein sauberer Neubau nicht die bessere Entscheidung ist.

Die Seite stammt aus der Zeit vor den Smartphones. Feste Breiten, Flash-Reste, eine Adresse als Bild statt als Text. Hier hilft kein Flicken. Wer die Seite mobil optimieren will, baut sie neu. Alles andere kostet Geld und bringt eine Seite, die weiterhin nach 2010 aussieht.

Für Ihre Entscheidung zählt weniger die Technik als die Frage: Ruft ein Kunde an, der Sie vom Handy aus findet? Wenn nein, ist der Zustand der mobilen Website die erste Stelle, an der Sie suchen sollten.

Was auf der mobilen Website eines Handwerksbetriebs zuerst kommen muss

Auf dem Handy sieht der Kunde beim Öffnen nur den oberen Teil der Seite, etwa so viel wie eine Postkarte. Was dort steht, entscheidet. Bewährt hat sich diese Reihenfolge:

  • Was Sie machen und wo, in einem Satz: „Sanitär und Heizung in Wuppertal und Umgebung".
  • Der Anruf-Knopf, direkt darunter, groß genug für den Daumen.
  • Ein echtes Foto von Ihnen oder Ihrem Team, kein Stockbild.
  • Ihre drei wichtigsten Leistungen, jede mit einem Wort erkennbar.
  • Bewertungen oder Referenzen, damit der Kunde sieht, dass es Sie gibt.

Der Rest, also Betriebsgeschichte, Zertifikate und Partnerlogos, darf darunter folgen. Wer scrollt, hat schon Interesse. Wer nicht scrollt, muss in den ersten Sekunden alles Wichtige gesehen haben.

Zur lokalen Sichtbarkeit gehört noch ein zweiter Baustein, der oft vergessen wird: Ihre mobile Website wird meist nicht direkt aufgerufen, sondern über den Kartenblock bei Google. Wie Google-Unternehmensprofil und Website dabei zusammenspielen, erklärt der Beitrag zum lokalen SEO für Handwerksbetriebe.

Wie Sie herausfinden, wo Ihre Seite auf dem Handy steht

Der schnellste Weg ist der kostenlose Website-Check: Er ruft Ihre Seite so ab, wie ein Smartphone es tut, misst die Ladezeit auf dem Handy, prüft die mobile Darstellung, die Auffindbarkeit bei Google sowie Impressum und Datenschutz und liefert das Ergebnis in etwa zwei Minuten als Liste konkreter Punkte. Dahinter steht ASR Webdesign, Nikola aus Wuppertal, Websites für Handwerksbetriebe zum Festpreis von 1.490 bis 3.990 € netto, 14 Tage bis online.

Ob Sie danach selbst nachbessern, Ihren bisherigen Anbieter beauftragen oder neu bauen lassen, entscheiden Sie mit dem Ergebnis in der Hand. Der Check ist auch dann sinnvoll, wenn Sie mit Ihrer Seite zufrieden sind: Die meisten Betriebe sehen die eigene Seite nur am Bürorechner und nie so, wie ihre Kunden sie sehen.

Häufige Fragen

Was bedeutet mobile Website genau?

Eine mobile Website ist die Darstellung Ihrer Internetseite auf dem Smartphone. Bei responsivem Webdesign ist es dieselbe Seite wie am Rechner, nur anders angeordnet: Spalten stehen untereinander, das Menü klappt ein, Schaltflächen werden größer. Eine eigene Adresse oder eine zweite Seite brauchen Sie dafür nicht.

Wie erkenne ich, ob meine Website mobil optimiert ist?

Öffnen Sie Ihre Seite auf dem Handy. Wenn Sie ohne Zoomen lesen können, die Telefonnummer antippbar ist, das Menü mit dem Daumen funktioniert und sich die Seite nicht seitlich verschieben lässt, sind die Grundlagen erfüllt. Ein Blick in die Google Search Console oder ein automatischer Website-Check zeigt die Punkte, die Sie mit bloßem Auge übersehen.

Was kostet es, eine Website mobil zu optimieren?

Das hängt vom Ausgangszustand ab. Einzelne Fehler auf einer responsiv gebauten Seite behebt ein Anbieter in wenigen Stunden. Eine alte Seite mit festem Layout lässt sich nicht sinnvoll nachrüsten, dann ist ein Neubau die ehrlichere Lösung. Bei ASR Webdesign kostet eine neue Website je nach Umfang 1.490 bis 3.990 € netto, und die mobile Fassung ist dabei kein Extra, sondern der Ausgangspunkt.

Reicht das Google-Unternehmensprofil, wenn die Website auf dem Handy schlecht aussieht?

Für den ersten Kontakt reicht das Profil oft aus, weil Anruf und Route direkt dort funktionieren. Sobald der Kunde aber genauer hinschauen will, etwa bei einer Badsanierung oder einem Dachprojekt, klickt er auf die Website. Ist die auf dem Handy unbrauchbar, geht das Vertrauen aus dem Profil an dieser Stelle wieder verloren.

Spielt die Ladezeit für die mobile Website eine Rolle?

Ja, und zwar mehr als am Rechner, weil der Kunde oft mit schwachem Empfang unterwegs ist. Zu große Bilder sind der häufigste Grund für langsame Handy-Seiten. Was Sie konkret dagegen tun können, steht im Beitrag zur Ladezeit; die Darstellung und die Bedienung auf dem Handy, um die es hier ging, sind davon unabhängig zu prüfen.

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